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| Viele Fragen zu den neuen
Euros |
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1. Welche europäischen Länder, außer den
12 Hauptländern, geben noch Euros mit einer eigenen nationalen
Seite heraus?
2. Gibt es unter den 12 Hauptländern welche, die gleiche
Münzen mit verschiedenen nationalen Seiten herausgeben,
zum Beispiel Kolonien von Mutterländern, Kanarische Inseln
oder ähnliche?
3. Gibt es Länder, welche zur Erstausgabe Münzen
aus verschiedenen Prägejahren herausgegeben haben?
4. Welche Länder haben, außer Deutschland, Euro-Münzen
von mehreren Prägestätten herausgebracht und welche
Prägebuchstaben sind das jeweils?
Günter Siegel,
08371 Glauchau
Anmerkung der Redaktion: Zu 1.: Grundsätzlich
gilt, Euros mit eigenen nationalen Seiten dürfen nur
die zwölf offiziellen Teilnehmerländer der Währungsunion
(Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland,
Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich,
Portugal, Spanien) und die assoziierten Mitglieder (Monaco,
San Marino, Vatikan) herausgeben. Ab 2007 können die
ersten der neuen EU-Mitglieder ebenfalls Euro-Münzen
herausgeben, wenn sie die Kriterien des EWS erfüllt haben.
(Aktualisiert: Slowenien gibt ab 2007 als 13. Land Euro-Münzen
heraus).
Zu 2.: Jedes Teilnehmerland beziehungsweise assoziierte Mitglied
der Europäischen Währungsunion gibt nur ein Motiv
für jede Wertstufe heraus. Das heißt, es gibt derzeit
15 vom Design her unterschiedliche 1-Euro-Münzen
was auch für die restlichen Wertstufen gilt. Einzige
Ausnahme: Mit Einführung der 2-Euro-Gedenkmünzen
kann ein zusätzliches Motiv des Höchstwerts pro
Jahr ausgegeben werden. Dies trägt wesentlich zu einer
noch größeren Motiv-Vielfalt bei.
Alle anderen Gebiete und Länder der Erde, wo der Euro
als offizielles Zahlungsmittel Einzug gehalten hat, wie etwa
die Kanarischen Inseln oder französischen Überseedepartements
Guadeloupe, Martinique oder Réunion, dürfen keine
eigenen Euro-Kursmünzen herausgeben.
Zu 3.: Neben den Monarchien Belgien, Niederlande und Spanien
haben Finnland und Frankreich Euro-Kursmünzen mit Jahresdatum
ab 1999 geprägt. Monaco gibt es mit Jahreszahlen ab 2001.
Zu 4.: Nur Deutschland prägt Euros in unterschiedlichen
Münzstätten mit verschiedenen Prägezeichen
(A = Berlin, D = München, F = Stuttgart, G = Karlsruhe,
J = Hamburg). In den anderen Euro-Ländern werden die
neuen Kursmünzen in nur einer Prägestätte hergestellt.
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Nachdem ich die ersten Euro-Münzen in den Händen
hielt, stellte ich fest, dass die Originale von den Abbildungen
etwas abweichen. Bei allen Münzen ist auf der Wertseite
rechts ein mir unbekanntes Zeichen geprägt. Es sieht
aus wie zwei miteinander verbundene L oder eine
4 mit Haken.
Hans-Jürgen Knauf
99867 Gotha
Anmerkung der Redaktion: Es sind die Initialen LL
des belgischen Münzdesigners Luc Luycx, der die gemeinsamen
Euro-Vorderseiten gestaltet hat.

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Bei den Euro-Münzen ist deren Vorderseite ja in allen
Ländern gleich: Im südlichen Teil der Karten-Darstellung
Europas sind drei Inselchen dargestellt. Sollen das die spanischen
Exklaven auf dem afrikanischen Kontinent sein?
Claus-Peter Wrüske
03042 Cottbus
Anmerkung der Redaktion: Hinter der stark vereinfachten
Darstellung der Inselchen auf den gemeinsamen
Vorderseiten der neuen Kursmünzen steckt wohl der Wunsch,
sowohl die spanischen und portugiesischen Inseln im Atlantik
(Kanaren, Madeira, Azoren), als auch die beiden spanischen
Exklaven Cëuta und Melilla in Nordafrika zu würdigen.
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Die deutschen 2-Euro-Münzen haben die Randinschrift
Einigkeit und Recht und Freiheit. Haben sich auch
noch andere Länder auf den 2-Euro-Münzen mit einem
Text verewigt?
Siegfried Heldt
24937 Flensburg
Anmerkung der Redaktion: Die 2-Euro-Stücke der
meisten Teilnehmerländer tragen als umlaufende Randinschrift
abwechselnd zwei Sterne und eine 2, die wechselseitig
angeordnet sind. Die italienischen 2-Euro-Münzen zeigen
als kleine Variante abwechselnd eine 2, ein Sternchen
und das Eurozeichen e, während Österreich
drei Sternchen und den wechselseitig kopfstehenden Kurztext
2 EURO bevorzugt.
Lediglich auf den finnischen, griechischen und holländischen
2-Euro-Münzen gibt es noch einen längeren Text als
Randinschrift: SUOMI FINLAND (Landesname), ELLHNIKE DHMOKPATIA
(Hellenische Demokratie), GOD*ZIJ*MET*ONS* (Gott sei mit uns).
Übrigens: Die Randinschrift EINIGKEIT UND RECHT
UND FREIHEIT auf den deutschen 2-Euro-Münzen kommt
statistisch zu 50 Prozent kopfstehend vor, denn das Einprägen
der Randinschrift erfolgt vor der Prägung von Wert- und
Bildseite. Erst danach werden die mit der Randinschrift versehenen
Münzrohlinge der Prägemaschine unsortiert zugeführt.
Somit bleibt es also dem Zufall überlassen, wie herum
die Randinschrift steht.
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In meinem Euro-Starterkit erhielt ich unter anderem die auf
den Bildern abgebildete Fehlprägung einer 50-Cent-Münze.
Ulrich Fleiter
(per E-Mail) München
Anmerkung der Redaktion: Zu echten und vermeintlichen
Fehlprägungen von Euro-Kursmünzen sind bei uns mittlerweile
zahlreiche Meldungen eingegangen. Allen gemeinsam können
wir derzeit nur empfehlen: Heben Sie diese Stücke auf,
bis sich ein Sammlermarkt dafür gebildet hat.
Dass es sich bei einer verfärbten Euro-Bimetallmünze
nicht gleich um eine Fehlprägung handeln muss, stellt
die Deutsche Bundesbank in einer Pressemitteilung klar:
Das Metall, aus dem das Mittelteil der 2-Euro-Münze und
der Ring der 1-Euro-Münze besteht, ist eine Kupferlegierung
mit Zusätzen von Zink und Nickel, ein hinsichtlich der
Farbe etwas kritischer Werkstoff, bei dem es zu geringen Farbschwankungen
kommen kann insbesondere in Abhängigkeit vom Zeitpunkt
der Herstellung, dem Lagerort, der Temperatur oder der Luftfeuchtigkeit.
Eine rötliche Färbung stellt somit keine Fehlprägung
dar.
Schließlich konnten größere Farbveränderungen
bereits bei den bislang umlaufenden Pfennig-Kupfermünzen
beobachtet werden, zum Beispiel beim Vergleich eines alten
dunkelbraunen 1- oder 2-Pfennig-Stücks mit einem frisch
geprägten, hellkupfern glänzenden Exemplar.
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So sieht die geprägte 1-Euro-Münze von Österreich
aus...
... und das war der Entwurf. Es hat sich einiges verändert.
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Sie haben im Heft 6/2000 die Münzen von den 12 Euro-Ländern
mit der Rückseite vorgestellt. Dieses ist jetzt sehr
nützlich zum Einordnen der Münzen. Mir ist aber
bei Österreich ein Unterschied bei den 2- und 1-Euro-Stücken
aufgefallen. Und zwar fehlt bei 2 Euro der Namenszug B V.
SUTTNER, zum anderen ist die Fahne unter der 2
schmaler gehalten. Bei 1 Euro ist die 1 rechts
und darunter steht Euro.
Barbara Ockert
99510 Apolda
Anmerkung der Redaktion: Sämtliche damals zur
Veröffentlichung frei gegebene Euro-Entwürfe (nicht
nur von Österreich) weisen Veränderungen im Detail
gegenüber den fertigen Münzen auf. Hintergrund war,
Münzfälschern vor der Erstausgabe der neuen Euros
ihr Handwerk zu erschweren.
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Ich war dreizehn Jahre, da bekamen meine Eltern Besuch, es
war ein Herr aus Westdeutschland. Er bat mich, sein Auto zu
waschen. Habe mir große Mühe gegeben, geputzt und
geflimmert, von innen und außen. Der Wagen war wie neu.
Zur Belohnung bekam ich ein 2-DM-Stück. Habe mich damals
riesig gefreut. Mit meinen zwei Westmark fuhr ich in die nächste
Stadt zum Intershop, um mir Kaugummi zu kaufen. Als ich bezahlen
wollte, war die Münze längst verfallen. Nun fuhr
ich ohne Kaugummi und sehr enttäuscht nach Hause. Heute
bin ich schon sehr lange aus dem Kaugummi-Alter heraus und
lese in Ihrem Magazin,
dass die Münze einen hohen Wert hat. Nun bekomme ich
doch noch meine Autowäsche bezahlt.
Gert Pohl
04651 Greifenhain
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