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10 Euro Silber zum
50. Jahrestag des Stapellaufs des Segelschulschiffs
"Gorch Fock".

Das DEUTSCHE MÜNZEN MAGAZIN entdeckte bei seinen
Recherchen Datenfehler auf dem Entwurf der Münze (Ausschnitt
oben). Sie werden bis zur Prägung korrigiert.
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Mit dem inzwischen abgeschlossenen Design-Wettbewerb
50 Jahre Gorch Fock steht bereits das vierte Motiv
der deutschen Silber-Euros für 2008 fest. Erstmals kommt
damit ein Segelschiff in Deutschland namentlich zu Münzehren.
Kein anderes als das aktive Segelschulschiff der Bundesmarine
Gorch Fock erfährt die Ehre, im kommenden
Jahr zur Feier seines 50. Geburtstages das erste namentliche
Schiffsmotiv eines deutschen Silber-Euros zu sein. Zwar war
bereits 2006 eine Hansekogge auf einer 10-Euro-Gedenkmünze
von Deutschland abgebildet, doch ist diese darauf nicht genannt
und steht vielmehr symbolisch für das eigentlich zu würdigende
Ausgabethema, nämlich die 650-Jahr-Feier der Städtehanse.
Nun soll 2008 also erstmalig ein in diesem Fall goldenes
Schiffsjubiläum in deutschem Münzenglanz
erstrahlen.
Die in Silber zu prägende Gorch Fock wurde
fünfzig Jahre zuvor am 17. Dezember 1958 als erstes Segelschulschiff
der frisch gegründeten Bundesmarine in Dienst gestellt.
Auf dem fast 90 Meter langen Schiff mit seinen bis zu 45 Meter
hohen Masten werden seitdem vor allem Offiziersanwärter
des seemännischen Dienstes ausgebildet.
Seefahrt ist Not
Seinen Namen erhielt das Schiff von dem niederdeutschen Dichter
Johann Kinau, der seine Seefahrtgeschichten unter dem Pseudonym
Gorch Fock veröffentlichte. Kinau nahm auf
dem Kreuzer SMS Wiesbaden im Jahr 1916 an der
Skagerrakschlacht (größte Seeschlacht des Ersten
Weltkriegs) teil, bei der das Schiff sank. Seine Leiche wurde
an einer kleinen schwedischen Insel angespült und beerdigt.
Kinaus Grabstein trägt den Spruch Seefahrt ist
Not, der zugleich Titel seines berühmtesten Romans
ist und nun auch die Randschrift der 10-Euro-Gedenkmünze
2008 zieren soll.
Den ersten Preis beim Wettbewerb zur Gestaltung des Silber-Euros
erhielt der renommierte Hamburger Münzdesigner und Bildhauer
Frantisek Chochola. Im Vergleich zu den anderen eingereichten
Arbeiten sticht sein Entwurf insbesondere durch die gleichwertige
Kombination einer Darstellung des zu würdigenden Segelschiffes
mit dessen technischen Daten hervor, wobei diese zum Gefallen
der Fachjury auf der unteren Münzhälfte ein originelles
Spiegelbild des Schiffes ergeben.
Datenfehler werden noch korrigiert
Genannt wird auf dem Entwurf eine Länge von 89,32 Metern,
dann 12 Meter Breite, 45,3 Meter Höhe, 5,5 Meter Tiefgang,
1.860 Tonnen Verdrängung, 15 Knoten Geschwindigkeit,
sowie die Takelungsart einer Bark und das Jahr 1958 des Stapellaufs.
Was die Jury nicht bemerkte: Zwei dieser Angaben sind fehlerhaft,
wie Recherchen des DEUTSCHEN MÜNZEN MAGAZINS ergaben.
Da auch bei der Bundesmarine unterschiedliche Daten kursierten,
wurde schließlich der Kommandant der Gorch Fock,
die Mitte Oktober vor New York lag, selbst eingeschaltet.
Kapitän Norbert Schatz übermittelte die gültigen
Daten, wie sie im Schiffsmessbrief stehen. Danach beträgt
die Verdrängung nicht 1.860, sondern 2.002 Tonnen und
die Höchstgeschwindigkeit 17 (statt 15) Knoten. Das Bundesfinanzministerium
versicherte daraufhin, dass die fehlerhaften Daten bis zur
Prägung der Münze korrigiert werden.
Spezifikationen: 50 Jahre Gorch Fock,
2008, 10 Euro, Silber 925/1000, ø 32,5 mm, 18 g, Auflage
1,6 Millionen in Stempelglanz und 300.000 in Spiegelglanz
(Polierte Platte),
Prägestätte Hamburg (J).
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN, Ausgabe November / Dezember 2007.
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