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Von Quedlinburg bis Goslar: Die bisherigen fünf Gold-Euros
der deutschen UNESCO-Serie bis 2008.
Nur bis zum Jahr 2008 (Welterbe Goslar) waren bislang
die Themen für die erfolgreiche deutsche 100-Euro-Goldmünzen-Serie
UNESCO Weltkulturerbe-stätten in Deutschland
festgelegt. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat
jetzt seine Entscheidung für weitere fünf Motive
bis zum Jahr 2013 bekannt gegeben.
2009: Trier Römische
Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche
Die Goldmünze des nächsten Jahres gilt Trier, der
ältesten Stadt Deutschlands, die im Jahr 16 v. Chr. als
Augusta Treverorum gegründet wurde. Durch
die Dichte und die bauliche Qualität der erhaltenen Denkmäler
Brücke, Reste der Stadtbefestigung, Thermen, Amphitheater,
Speicherhäuser liefert Trier ein außergewöhnliches
Zeugnis der vierhundertjährigen römischen Epoche.
Die Römerbauten und die auf ihren Ruinen entstandenen
christlichen Nachfolgebauten wurden 1986 gemeinsam in die
Liste des Welterbes aufgenommen.
2010: Würzburg Residenz
und Hofgarten
Die Würzburger Residenz wird als das einheitlichste und
außergewöhnlichste aller Barockschlösser betrachtet.
Zwischen 1740 und 1770 ausgestattet, und zwischen 1765 und
1780 mit prachtvollen Gärten versehen, veranschaulicht
sie einen der strahlendsten Fürstenhöfe Europas.
Die Residenz wurde 1981 von der UNESCO als Welterbe anerkannt.
2011: Eisenach Wartburg
Die Wartburg bei Eisenach in Thüringen wurde 1999 in
die Welterbeliste aufgenommen als ein hervorragendes
Denkmal der feudalen Epoche in Mitteleuropa. Sie ist
mit kulturellen Werten von universeller Bedeutung verknüpft.
Martin Luther übersetzte hier das Neue Testament. Die
Wartburg ist ebenso mit dem Sängerkrieg, der Heiligen
Elisabeth und dem Fest der Burschenschaften 300 Jahre nach
der Reformation verbunden. Durch ihre Lage an der ehemaligen
innerdeutschen Grenze galt die Wartburg stets als Symbol für
deutsche Integration und Einheit.
2012: Aachen Dom
Als erstes deutsches Kulturdenkmal wurde 1978 der Dom zu Aachen
in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Die um 790 bis
800 erbaute Kirche ist bau- und kunstgeschichtlich von universeller
Bedeutung und eines der großen Vorbilder religiöser
Architektur. Über einen Zeitraum von 600 Jahren (936-1531)
wurden hier 30 deutsche Könige gekrönt. Die Sammlungen
des Aachener Domschatzes zeigen sakrale Kulturschätze
aus spätantiker, karolingischer, ottonischer und staufischer
Zeit von unschätzbarem Wert.
2013: Dessau-Wörlitz Gartenreich
Die Philosophie des 18. Jahrhunderts spiegelt sich in dieser
Kulturlandschaft mit englischen Parkanlagen, Schlössern,
Weideflächen, von Tempeln im antiken Stil gesäumten
Flüssen und Seen, die im November 2000 in die UNESCO-Welterbeliste
aufgenommen wurde. Das einzigartige Landschaftskunstwerk zwischen
Dessau und Wittenberg ist auf etwa 150 Quadratkilometern in
den Jahren 1765 bis 1800 von Fürst Leopold III. Friedrich
Franz von Anhalt-Dessau und seinem Architekten Friedrich Wilhelm
von Erdmannsdorff gestaltet worden.
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN, Ausgabe Mai / Juni 2008.
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