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Wolfgang Erzinger, Herausgeber
Deutsches Münzen Magazin.
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In den letzten fünf Jahren hat sich der Preis für
Silber, in Euro gerechnet, verdreifacht. Der Wert des Edelmetalls
macht bei einer deutschen 10-Euro-Gedenkmünze heute bereits
rund drei Viertel des aufgeprägten Nennwerts aus. Wenn
der Silberpreis mit ähnlicher Dynamik weiter nach oben
geht, würde der innere Wert der Münze
das Nominal bald übersteigen. Solche Zahlungsmittel herauszugeben,
kann sich aber kein Staat auf Dauer leisten. Was also tun,
wenn dieser, im Augenblick zugegebenermaßen hypothetische
Fall eintreten sollte?
In einer kleinen Leserumfrage in unserer letzten Ausgabe wollten
wir genau das von Ihnen wissen. Vier Möglichkeiten haben
wir zur Wahl gestellt: Prägung aus Kupfer-Nickel, schlechtere
Silberlegierung verwenden, das Gewicht reduzieren oder den
Nennwert erhöhen.
Zunächst möchte ich mich bei all jenen Lesern bedanken,
die sich an dieser Umfrage beteiligt haben, auch wenn es keine
Preise zu gewinnen gab. Sie haben einen wichtigen Beitrag
dazu geleistet, dass das Bundesfinanzministerium eine Entscheidungshilfe
für den Fall der Fälle an die Hand bekommt.
Auch wenn es keine Repräsentativumfrage war, so liefert
die Befragung doch ein aktuelles Meinungsbild, das umso höher
gewichtet werden kann, als es ein wirklich signifikantes Ergebnis
gebracht hat: 66 Prozent aller Teilnehmer, also ziemlich genau
zwei Drittel, sprechen sich für eine Erhöhung des
Nennwerts aus!
An zweiter Stelle wurde mit knapp 20 Prozent die Möglichkeit
favorisiert, das Gewicht zu reduzieren. Die Münzen sollten
aber auf keinen Fall kleiner, allenfalls etwas dünner
werden, merkten die meisten dazu an. Grund: Münzkassetten
und anderes Zubehör sind auf den jetzigen Durchmesser
ausgelegt. Für die beiden anderen Möglichkeiten,
nämlich den Silberanteil im Prägemetall zu reduzieren
oder gar ganz auf unedle Metalle umzusteigen, sprachen sich
zusammen weniger als 15 Prozent aus.
Die klare Botschaft an den Bundesfinanzminister lautet also:
Auf Qualität will die Mehrheit der Sammler keinesfalls
verzichten. Lieber soll der Nennwert erhöht werden. Wobei
sich erstaunlich viele gleich für eine 20-Euro-Lösung
aussprachen. Krumme Nennwerte mögen sie offenbar
nicht und außerdem wissen sie: So lange die deutschen
Silber-Gedenkmünzen offizielles Zahlungsmittel sind,
geht man kein Risiko ein. Ob 10 Euro oder 20 Euro der
aufgeprägte Nennwert wird in jedem Fall staatlich garantiert.
Ihr

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