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Wolfgang Erzinger, Herausgeber
Deutsches Münzen Magazin.
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Der Euro ist da! so lautete die Schlagzeile
unserer
Titelgeschichte im Januar-Heft vor genau zehn Jahren. Zum
1.1.1999 war der Umrechnungskurs von D-Mark zu Euro auf fünf
Stellen hinter dem Komma verbindlich festgelegt worden: Der
Euro ist 1,95583 Mark wert. Damit galt der Euro als Parallelwährung
neben den alten Valuten der damals elf Teilnehmerländer
(Griechenland kam erst 2001 hinzu). Zwar gab es zu diesem
Zeitpunkt noch nicht die neuen Münzen und Banknoten,
aber alle bargeldlosen Zahlungen per Scheck oder Überweisung
konnten ab sofort in Euro ausgeführt werden.
Man erinnert sich noch gut daran, dass plötzlich auf
jeder Handwerkerrechnung der Betrag auch in Euro ausgewiesen
war und in den Supermärkten die doppelte Preisauszeichnung
zur Pflicht wurde. Die Bürger spürten: Jetzt wirds
wirklich ernst. Der lange, oft als schmerzlich empfundene
Abschied von den alten Währungen hatte endgültig
begonnen.
Ein Jahrzehnt ist das nun her. Wir haben uns daran gewöhnt,
auch in Euro zu denken. Das ist auch besser so,
sonst würde man ja trübsinnig beim Gedanken, dass
eine Tasse Kaffee im Restaurant heute umgerechnet schon mal
sieben Mark kostet... Und es gibt neben den globalen
Vorteilen des neuen, starken Währungsverbunds
auch für den Privatmann unbestreitbar Verbesserungen,
etwa im Urlaub.
Für den Münzensammler hat die Einführung des
Euro-Bargelds drei Jahre danach ganz neue Perspektiven eröffnet.
Es ist ein Sammelgebiet entstanden, das spannender kaum sein
könnte. Zwar ist es nur den Wenigsten vergönnt,
Euroland komplett zu besitzen. Zu groß ist
die Zahl jährlicher Ausgaben aus den mittlerweile 19
Ländern, die Münzen in Euro und Cent ausgeben. Aber
auch früher musste man sich ja spezialisieren und hat
nicht versucht, mehr als ein Dutzend Länder zugleich
lückenlos zu sammeln.
Von großer Beliebtheit ist deshalb die grenzüberschreitende
EUROPA-Serie, die über ein spezielles gemeinsames Münzzeichen
die Zugehörigkeit zur Kollektion belegt. Und natürlich
die 2-Euro-Gedenkmünzen. Sie erleben geradezu einen Boom.
Es sind die einzigen europäischen Gedenkmünzen,
die in allen Mitgliedsstaaten offizielles Zahlungsmittel sind
und durch ihre Spezifikationen für jeden erschwinglich
sind.
Mit der zweiten Gemeinschaftsserie nach 50 Jahre Römische
Verträge erhielt dieses Programm am 1. Januar kräftigen
Nachschub. Gleich 16 neue Münzen mit Strichmännchen-Motiv
gilt es jetzt Album oder Kassette einzuverleiben. Das politisch
wie numismatisch gleichermaßen interessante Thema:
10 Jahre Wirtschafts- und Währungsunion
10 Jahre Euro.
Ihr

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