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Wolfgang Erzinger, Herausgeber
Deutsches Münzen Magazin.
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Der Goldpreis erreichte Anfang Oktober einen neuen historischen
Höchststand. Nach dem bisherigen Allzeithoch von 1.032
US-Dollar im Jahr 2008 kletterte der Preis für das gelbe
Edelmetall jetzt auf über 1.050 Dollar je Feinunze! Bundesbürger
im Goldrausch titelte die Online-Ausgabe der Tageszeitung
Die Welt am 8. Oktober und verweist darauf, dass
die Deutschen einen immer größeren Teil ihrer Ersparnisse
in Gold anlegen. Quer durch alle Medien wird über die
immer neuen Rekordmarken bei Gold berichtet und gerätselt,
woran das wohl liegen mag.
Bemerkenswert ist, dass die aktuelle Nachfrage nicht wie früher
in erster Linie aus der Schmuckindustrie kommt, beispielsweise
zur Hochzeitssaison aus Indien, sondern von Investoren. Gold
als Anlagegut macht mittlerweile über die Hälfte
aller Käufe weltweit aus. Sowohl die Spekulanten an den
Kapitalmärkten als auch die ganz normalen Sparer setzen
heute auf Gold.
Die Menschen werden vom Misstrauen in das Finanzsystem getrieben,
von der Angst vor Geldentwertung als Folge der Finanzkrise.
Auch wenn erste Anzeichen für einen Konjunkturaufschwung
sichtbar sind, die Bargeld-Milliarden, die von den Regierungen
in aller Welt in den Wirtschaftskreislauf gepumpt wurden,
könnten sich schon in naher Zukunft als Bumerang erweisen
und die Inflation anheizen. Viele Sparer entscheiden sich
deshalb, so Die Welt, derzeit bewusst gegen
Euro, Dollar oder Yen als Wertaufbewahrungsmittel. Sie
suchen den sicheren Hafen im Gold. Und zwar nicht in Papier-Gold,
wie Zertifikate oder Aktien, sondern in echtem, physischem
Gold in Form von Münzen oder Barren.
Nach einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung
vom März messen inzwischen fast 90 Prozent der Anleger
bei ihrer Anlageentscheidung dem Sicherheitsaspekt eine entscheidende
Bedeutung bei. Der Renditeaspekt rückt dagegen mit 51
Prozent deutlich in den Hintergrund. Es hat sich offenbar
ein neuer Investoren-Typ herausgebildet, der das Edelmetall
dauerhaft behalten will und sich nicht von Kursschwankungen
beeindrucken lässt. Er verkauft nicht, wenn stattliche
Kursgewinne zu Buche stehen und wird nicht nervös, wenn
Gold auf Talfahrt geht.
Das trägt sicherlich dazu bei, dass der Aufwärtstrend
des Goldes nun schon über Jahre stabil ist.
Ihr

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