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Diesmal in Hellgrün: Jahressätze
des Vatikan 2010.

5 Euro Silber zum Flüchtlings-Welttag.

Meisterwerke der Bildhauerkunst in Gold.
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Trotz des neuen Währungsabkommens
mit der EU kommt es nicht zur befürchteten
Auflagensenkung der Vatikan-Kursmünzensätze
für 2010. Mit ihnen startet auch das neue
Jahresprogramm des Kirchenstaates, gefolgt
von ersten Münzmotiven in Silber und Gold.
Sammler von Kursmünzen des Vatikan dürfen sich
freuen: Die Auflagen der heiß begehrten Jahressätze
in Stempelglanz und Polierter Platte werden 2010 nicht gesenkt,
und obendrein kommt in Vatikanstadt selbst eine vermehrte
Menge an Kursmünzen in den Umlauf!
Wie zuvor mehrfach berichtet, sollen laut einer neuen Richtlinie
der EU-Kommission, die vor allem auf die Kleinstaaten und
hier insbesondere den Vatikan abzielte, künftig von einem
Euro-Land mehr als die Hälfte der jährlich herausgegebenen
Kursmünzen in Umlauf gebracht werden. Nur der verbleibende
kleinere Teil darf in höchster Sammlerqualität Polierte
Platte (PP) oder in Form von Kursmünzensätzen
vom Ausgabeland über Nominalwert verkauft werden.
Für den Vatikan hätte dies in der Praxis bedeutet,
dass etwa von den knapp über 106.000 offiziellen Kursmünzensätzen,
die noch im letzten Jahr über ihrem Nominalwert von 3,88
Euro herausgegeben wurden, nur noch rund 50.000 künftig
verbleiben würden. Die Folgen einer solchen Auflagenhalbierung
wären nicht nur drastische Einnahmeeinbußen für
den Kirchenstaat gewesen, sondern eine befürchtete Preisexplosion
bei den ohnehin schon hoch gehandelten, amtlichen Vatikan-Jahressätzen.
KMS-Auflagen unverändert
Kurz vor Jahresbeginn konnten sich die EU und Vatikanstadt
letztlich doch noch in einem neuen Währungsabkommen einigen,
das auch aus Sammlersicht begrüßenswert ist. Dessen
Kernpunkt ist eine genehmigte Erhöhung der jährlichen
Vatikan-Münzen im Wert von bislang rund 1,1 Millionen
Euro auf künftig 2,3 Millionen Euro.
Somit dürften die Auflagen der amtlichen Jahressätze
in etwa gleich bleiben, während zugleich deutlich mehr
Kursmünzen in den regulären Geldumlauf gelangen.
Die Chance, in Geschäften der Vatikanstadt über
das Wechselgeld an deren Euros zu kommen, ist dadurch erheblich
gestiegen. Allerdings sollen vor allem 20- und 50-CentMünzen
in Umlauf kommen.
Auch wirklich makellose Stücke sind nach wie vor nur
über die amtlichen Jahressätze des Kirchenstaates
in Stempelglanz und Polierter Platte erhältlich. Die
2010er Kursmünzensätze sind für April angekündigt,
diesmal in hellgrüner Verpackung. Als speziellen Bonus
enthält der PP-Kursmünzensatz außerdem eine
Silbermedaille zum 400. Todesjahr von Caravaggio.
Erste Gedenkmünzen-Motive 2010
Zu den ersten veröffentlichten Gedenkmünzen-Motiven
des neuen Jahrgangs gehört die Ausgabe in 5 Euro Silber
anlässlich des 96. Welttags des Migranten und Flüchtlings.
Darauf ist die heilige biblische Familie auf der Suche nach
Zuflucht abgebildet: In Richtung von Pyramiden, Stadtsilhouette
und Palmen im Hintergrund reiten Maria und das Jesuskind auf
einem Esel, der von Josef geführt wird. Der von Daniela
Longo gestaltete, 32 Millimeter große Sterlingsilber-Euro
(925/1000 Feingehalt) erscheint in höchster PP-Qualität
und 9.600er Maximalauflage.
Erste Entwürfe liegen auch von den neuen 20- und 50-Euro-Goldmünzen
in PP aus der Serie Meisterwerke der Bildhauerkunst
in der Vatikanstadt vor, deren Designs von Orietta Rossi
stammen. Sie würdigen im dritten und damit letzten Jahr
der Reihe die beiden Statuen Apoll vom Belvedere
benannt nach ihrem Standort in der vatikanischen
Sommervilla sowie Augustus von Prima Porta,
die nach ihrem Fundort bei Rom benannt ist. Geprägt
werden sie maximal 2.934 sowie 2.930 Mal in 917er Gold mit
21 bzw. 28 Millimetern Durchmesser.
Weitere für 2010 angekündigte Gedenkmünzen
sind das 2-Euro-Stück Priesterjahr, die 10-Euro-Silbermünze
43. Weltfriedenstag und als jährliche Krönung
in 100 Euro Gold Die Sixtinische Kapelle: Das Jüngste
Gericht.
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN, Ausgabe März / April 2010.
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