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Den ersten Preis erhielt Barbara Ruppel
aus Krailling für die naturgetreue Darstellung des originalen
Archaeopteryx-Ausstellungsexemplars im Berliner Museum für
Naturkunde.
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Im Münzwettbewerb zur Gestaltung der deutschen
10-Euro-Gedenkmünze Urvogel Archaeopteryx
für 2011 war Barbara Ruppel aus Krailling gleich doppelt
erfolgreich: Von ihr stammen sowohl das erst- als auch drittplatzierte
Modell.
Es kommt nur selten vor, dass ein Künstler oder eine
Künstlerin, die zu einem deutschen Münzwettbewerb
eingeladen werden, gleich mehrfach darin prämiert wird.
Umso mehr darf sich nun Barbara Ruppel aus Krailling freuen,
deren beide eingereichten Entwürfe für den 2011
erscheinenden Silber-Euro 150 Jahre Entdeckung des Urvogels
Archaeopteryx sowohl den ersten als auch dritten Preis
erhielten. Deren einheitliche Wertseite entspräche in
ihrer kompositorischen und künstlerischen Eleganz den
jeweiligen Bildseiten, so die Fachjury. Außerdem stehe
die Klarheit der Schrift in einem spannungsvollen Kontrast
zur Lebendigkeit des Federkleides des Adlers.
Archaeopteryx-Exemplar aus dem Berliner Museum für
Naturkunde
Ähnlich ist auch die Aufschrift der Bildseiten beider
Entwürfe, die umlaufend entlang dem Münzrand den
Titel nennt und zentral als kleinere Inschrift auf die Fundstätten
der zehn bislang bekannten Exemplare des Archaeopteryx verweist:
die 150 Millionen Jahre alten Solnhofener Plattenkalke des
Fränkischen Jura bei Solnhofen und Eichstätt. Dagegen
unterscheiden sich die beiden Bildmotive von Barbara Ruppel
deutlich. Zum einen rekonstruiert sie bei der drittplatzierten
Arbeit in eigener Interpretation das originale Fundstück,
zum anderen gibt ihr Siegermodell das Archaeopteryx-Exemplar
des Berliner Naturkundemuseums naturgetreu und plastisch ausgeformt
wieder. Damit ist es der Künstlerin laut Preisgericht
hervorragend gelungen, das Besondere des Fossils darzustellen,
nämlich die typische Mischung der Merkmale, die den Charakter
des Urvogels als Bindeglied zwischen Dinosauriern und Vögeln
dokumentieren.
Das Berliner Urvogel-Exemplar diente auch als Vorlage für
den viertplatzierten Entwurf von Susanne Kraißer aus
Belzig. Allerdings bemängelte die Jury hier die Darstellung
des Schädels sowie die zu klein gewählte Umschrift.
Urvogelfeder als Steinabdruck
Überrascht zeigte sich das Preisgericht von der am Ende
zweitplatzierten Arbeit Waldemar Wronskis aus Vienenburg,
da er bewusst nicht den Erwartungen entspricht, eines
der Urvogelskelette darzustellen. Vielmehr greift
er auf das tatsächlich erste entdeckte Archaeopterix-Fossil
zurück: die bereits 1860 ein Jahr nach Erscheinen
von Darwins Entstehung der Arten durch
Hermann von Meyer beschriebene fossile Feder aus Solnhofen,
eingebettet in ihre Kalksteinplatte. Allerdings, so die Jury,
spiegele das Bildmotiv nicht das Wesentliche, welches dem
Urvogel seine außerordentliche Bedeutung gebe: die Mischung
typischer Merkmale von Dinosauriern und Vögeln, wie sie
nur an den Urvogelskeletten zu erkennen seien.
Spezifikationen: 150 Jahre Entdeckung Urvogel
Archaeopterix, 2011, 10 Euro, Silber 625/1000,
ø 32,5 mm, 16 g, Auflagen werden noch festgelegt, Prägestätte
Berlin (A).
Vollständiger Artikel mit Darstellung der Konkurrenzentwürfe
im DEUTSCHEN MÜNZEN MAGAZIN, Ausgabe Mai / Juni 2010.
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