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Geprägt in Silber und Gold: Die Semeuse
schreitet in acht unterschiedlichen Positionen dem Sonnenuntergang
entgegen.
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Seit 2008 verausgabt Frankreich jährlich Euro-Edelmetallmünzen
zum Nennwert mit einem modernen Säerin-Motiv. Die beiden
neuen 2010er Motive in 50 Euro Silber und 500 Euro Gold bilden
den krönenden Abschluss der achtteiligen Münzenserie.
Vor zwei Jahren sorgte die Monnaie de Paris, Frankreichs
staatliche Münzstätte, bekanntlich für großes
Aufsehen, als sie den Start einer achtteiligen Serie mit einem
modernen Motiv der Semeuse (Säerin) verkündete.
Das Besondere daran war und ist, dass sie damit erstmals Euro-Gedenkmünzen
in Edelmetall zum Nennwert herausgibt, die in Stempelglanz-Normalprägung
auch in den Umlauf gelangen sollten. Dafür sprachen insbesondere
die Auflagen der beiden ersten Ausgaben in 5 und 15 Euro Silber,
von denen zwei Millionen bzw. 500.000 Stück geprägt
wurden. Ebenfalls im Startjahr 2008 erschien die 100-Euro-Münze
in einer Zehntelunze Feingold, die aufgrund ihrer Beliebtheit
einzig ab 2008 jährlich mit 50.000er Auflage geprägt
wurde. 2009 kamen dann noch die Silbermünzen zu 10 und
25 Euro mit zwei Millionen bzw. 250.000 Auflage, sowie die
nur 25.000 Mal geprägte 250-Euro-Goldmünze hinzu.
Für Sammler im Ausland war und ist es allerdings praktisch
unmöglich, diese Exemplare in makelloser Erhaltung zum
Nominalwert zu bekommen Aufpreise angesichts der großen
Nachfrage sind auch hier unvermeidlich, aber zugleich Indiz
für Wertsteigerung. Schier aussichtslos wird das Unterfangen
bei den späteren Ausgaben der Münzenserie, deren
Auflagen vor allem in Gold gegenüber den
Silbermünzen zu 5 und 10 Euro wesentlich geringer ausfallen
und die somit bei Sammlern umso begehrter sind.
Größte Ausgaben in Gold und Silber zum krönenden
Abschluss
Als Beispiel par excellence dienen die beiden neuen 2010er
Ausgaben in 50 Euro Silber und 500 Euro Gold, mit denen die
achtteilige Serie endet. Ihr offizielles Erscheinen ist für
Juni/Juli angekündigt, doch waren sie mit Auflagen von
100.000 bzw. 25.000 Stück bereits Monate zuvor bei der
Monnaie de Paris ausverkauft. Sie bilden gleich doppelt den
krönenden Abschluss der Münzenserie als jeweils
größte und wertvollste Ausgabe in Silber bzw. Gold,
was ihren Reiz zusätzlich verstärkt. Die 50-Euro-Silbermünze
etwa misst überragende 41 Millimeter im Durchmesser und
wiegt 36 Gramm, außerdem trägt sie einzig den ausgeschriebenen
Designer-Nachnamen: J. JIMENEZ ansonsten sind lediglich
die beiden Initialen abstrahiert in Form von zwei ineinander
verschachtelten Quadraten aufgeprägt. Dagegen ist die
31 Millimeter große und zwölf Gramm schwere Ausgabe
in 500 Euro Gold mit 999 Tausendstel Feingehalt die wertvollste
Münze der Serie überhaupt!
Ende der Säerin-Bewegung im Sonnenuntergang
Sie stellt auch vom Motiv her das abrundende Sahnehäubchen
dar, denn mit ihr endet die scheinbare Bewegung der Säerin
sowie der im Hintergrund abgebildeten Sonne von der Startausgabe
in 5 Euro Silber bis 500 Euro Gold. Dabei schreitet die Semeuse
in acht unterschiedlichen Positionen dem Sonnenuntergang entgegen,
während sie mit der linken Hand Sterne aus ihrem über
die rechte Schulter gehängten Beutel aussät. Damit
unterscheidet sich das moderne Design von Joaquin Jimenez
deutlich von der traditionellen Münzfigur der Säerin,
wie sie vom Medailleur Louis-Oscar Roty bereits 1897 entworfen
und jahrzehntelang auf Franc-Umlaufmünzen geprägt
wurde. Selbst für die heutigen französischen Euros
zu 10, 20 und 50 Cent, die Laurent Jorio gestaltet hat, lieferte
Rotys historische Säerin die Vorlage.
Die Wertseiten aller acht Ausgaben der Serie sind, wie schon
zuvor im Heft berichtet, einheitlich umrahmt vom mehrdimensionalen
Französischen Sechseck, was die geografische
Form des Landes symbolisiert. Im Zentrum der Darstellung befindet
sich ein kunstvoll komponiertes Eurozeichen, das sich aus
dem Wort Euro sowie Lorbeer- und Eichenzweigen
zusammensetzt. Darum herum verläuft das Landesmotto:
LIBERTÉ ÉGALITÉ FRATERNITÉ (Freiheit,
Gleichheit, Brüderlichkeit).
Wem
es nun nicht genügt, lediglich alle acht Münzen
der Säerin-Serie zusammenzutragen, sondern wer obendrein
das Besondere und Exklusive sucht, wird sich über eines
der nur 1000 Deluxe-Sets der Monnaie de Paris freuen. In einer
edlen Holzkassette sind darin alle Motive der Säerin
in Silber und Gold vereint und passend zum Bewegungsablauf
im schwarzen Samtpolster angeordnet. Darin lassen sich der
Lauf der Semeuse und der Sonne dank eines Glasdeckels
auch bei geschlossener Kassette betrachten.
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN Juli / August 2010.
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