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Ein Pflänzchen in ausgedörrtem
Boden als Symbol für die Deutsche Welthungerhilfe
mit dieser Idee gewann Elena Gerber aus Berlin den Münzwettbewerb.
Die untere Wertseite zeigt die Spiegelglanz-Version mit der
Punze "Silber 625".
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Es wird nicht die erste deutsche 10-Euro-Münze
des Jahres 2012 sein, aber es ist das erste nächstjährige
Motiv, das vom Bundeskabinett beschlossen wurde: 50
Jahre Deutsche Welthungerhilfe, gestaltet von Elena
Gerber.
Mitten in der turbulenten Phase, in der leidenschaftlich
über die Änderungen des Prägemetalls für
die deutschen 10-Euro-Gedenkmünzen gestritten wurde,
fand der Designwettbewerb für die angekündigte 2012er
Ausgabe 50 Jahre Deutsche Welthungerhilfe statt.
Erstmals ist der siegreiche Münzentwurf unter den veröffentlichten
Pressebildern gleich in doppelter Version vertreten: mit der
Wertseite in Kupfer-Nickel-Normalprägung sowie als Spiegelglanz-Version
in SILBER 625 wie es neuerdings in der
Aufschrift heißt.
Doppelte Prämierung
Weitere Besonderheiten dieses Münzwettbewerbs sind, dass
die siegreiche Berliner Münzdesignerin Elena Gerber für
ihren anderen Entwurf zusätzlich den vierten Preis erhielt
und dass alle prämierten Künstler oder besser
Künstlerinnen, da ausschließlich weiblich
aus der Bundeshauptstadt stammen.
Beim erstplatzierten Entwurf von Elena Gerber lobte das Preisgericht,
dass er die Ursachen von Hunger und Armut durch Darstellung
einer mageren Pflanze auf ausgetrocknetem, ausgelaugten Boden
in archetypischer Weise symbolisiert. Damit besteche das Motiv
durch seine Klarheit, fordere zum Mitdenken auf und lasse
angesichts der zerrissenen Bodenkrume die Problematik
mit Fingern erfühlen, so die Jury. Im Kontrast
dazu wählte die Künstlerin für ihren vierplatzierten
Entwurf als Bildmotiv die Darstellung einer einfachen bäuerlichen
Kleinfamilie. Im Hintergrund sind dazu auf der linken Seite
ausgetrocknete Erdschollen dargestellt, während rechts
sprießende Getreideähren auf den erfolgreichen
Arbeitsprozess von der Kultivierung des Bodens bis zur Ernte
hinweisen.
Den zweiten Preis erhielt Alina Hoyer für einen Entwurf,
der laut Jury der Fragestellung des Themas rundum gerecht
wird. Das aktive Handeln des Menschen zur Überwindung
des Hungers und der Trockenheit stehe im Zentrum der bildlichen
Collage, die oben ein Paar Hände beim Pflanzen auf kultiviertem
Boden zeigt, während darunter trockene Schollen zu sehen
sind. Dazu ist das Motto Hilfe zur Selbsthilfe
der Welthungerhilfe zu lesen. Allerdings bemängelte das
Preisgericht, dass die detailreiche und auch etwas konventionelle
Bildseite in gewisser Diskrepanz zur weniger ausgearbeiteten
Wertseite stehe.
Die Idee eines pflanzenden Händepaares wurde auch von
Pauline Hoff in ihrer drittplatzierten Darstellung aufgenommen,
hier allerdings als einziges Bildmotiv. Dies war offenbar
auch der Hauptkritikpunkt für den ansonsten gut ausgearbeiteten
und überzeugenden Entwurf, denn laut Jury könnte
dieses Motiv auch für Naturschutz stehen. Tatsächlich
erschließt sich daraus nicht unbedingt das Problem von
Hunger und Dürre.
Spezifikationen:
50 Jahre Welthungerhilfe, 2012, 10 Euro, Silber 625/1000 (16g),
CuNi25 (14 g), ø 32,5 mm, Auflagen werden noch festgelegt,
Prägestätte Karlsruhe (G). Randschrift: WELTHUNGERHILFE
* HILFE ZUR SELBSTHILFE *.
Vollständiger Artikel im DEUTSCHEN MÜNZEN
MAGAZIN Juli/August 2011.
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