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Erich Ott setzte die
Botschaft Friedrich II.
als europäischer
Staatsmann und
Aufklärer nach Jury-
Ansicht am
überzeugendsten um.
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Die erste 10-Euro-Gedenkmünze des Jahres 2012
gilt dem 300. Geburtstag von Friedrich dem
Großen, dem berühmtesten aller Preußenkönige.
Erich Ott aus München gestaltete das Motiv,
das am 9. Februar erscheinen soll.
Kein Preußenkönig vor ihm und keiner danach erlangte
die Berühmtheit von Friedrich II., den man schon zu Lebzeiten
den Großen nannte. Und keiner regierte das
Königreich länger als er: 46 Jahre, zwei Monate
und 17 Tage war er im Amt und führte Preußen durch
Krieg und Diplomatie zur Großmacht. Er war absoluter
Herrscher und genialer Heerführer, Aufklärer und
Freigeist. Er war der Philosoph von Sanssouci,
Hundenarr und Frauenfeind. Sein facettenreicher Charakter
machte Friedrich II. zu einer der umstrittensten Persönlichkeiten
der deutschen Geschichte. Altbundespräsident Richard
von Weizsäcker sagte einmal über Friedrich den Großen:
Die einen verherrlichen ihn als Vorbild eines Herrschers
und sie haben Recht. Andere verdammen ihn als gewissenlosen
Zyniker auch sie haben Gründe dafür.
Am 24. Januar 2012 jährt sich der Geburtstag von Friedrich
II. zum 300. Mal. Wenige Tage später, am 9. Februar,
ist der Erstausgabetag einer 10-Euro-Gedenkmünze zu seinen
Ehren geplant. Das Modell stammt von Erich Ott aus München,
der als Motiv-Vorlage das einzige authentische Bildnis von
Friedrich dem Großen wählte. Es wurde 1763 geschaffen
von dem Porträtmaler Johann Georg Ziesenis, dem Friedrich
als Einzigem persönlich Modell gesessen hatte. Als Umschrift
findet sich neben den Daten zum Ausgabeanlass
ein berühmtes Zitat des Monarchen: In meinem Staate
kann jeder nach seiner Façon selig werden. Es
stammt aus den ersten Regierungstagen des Königs und
wird als klares Bekenntnis zu Toleranz und Eigenverantwortung
gewertet. Insgesamt werden damit die aktuellen Botschaften
des Jubiläums 2012 vermittelt, Friedrich II. als europäischen
Herrscher des 18. Jahrhunderts im Sinne der Aufklärung
zu verstehen, begründet die Wettbewerbs-Jury ihre
Entscheidung für den 1. Preis. Gelobt werden außerdem
die klare Formensprache und Typografie von Bild-
und Wertseite, die durch einen prägnanten Bundesadler
bestimmt ist. Ein weiteres Zitat Friedrichs (aus seinem
politischen Testament von 1752) wurde als Randschrift festgelegt:
MICH MEINEN MITBÜRGERN NÜTZLICH ERWEISEN.
Wie seit der Umstellung der Spezifikationen im Juni 2011 üblich,
erscheint die Münze mit zwei unterschiedlichen Wertseiten,
bei der die Spiegelglanz-Version aus Edelmetall zusätzlich
den Schriftzug Silber 625 trägt. Über
die Auflagen schweigt sich das Bundesfinanzministerium noch
aus.
Spezifikationen:
300. Geburtstag Friedrich II. 1712-1786, 10 Euro, Silber 625/1000,
16 g (Spiegelglanz), CuNi25, 14 g (Stempelglanz). ø
32,5 mm, Auflagen werden noch festgelegt. Prägestätte
Berlin (A).
Vollständiger Artikel mit Konkurrenzentwürfen
im DEUTSCHEN MÜNZEN MAGAZIN September/Oktober
2011.
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